Ihre Motivation

 

Sie möchten Ihre Berufs- und Lebenserfahrung zum Wohle anderer weitergeben und

  • eine ehrenamtliche Aufgabe von hoher gesellschaftlicher Relevanz übernehmen,
  • einen wesentlichen Beitrag zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung leisten,
  • Teil eines starken Netzwerks werden, neue Kontakte und Freundschaften knüpfen?

Dann werden Sie Mentor*in bei PerMenti NRW. PerMenti NRW ist ein Projekt zur beruflichen Integration qualifizierter neu zugewanderter Frauen, bei dem jeweils eine Mentorin / ein Mentor und eine Teilnehmerin (Mentee) ein Tandem bilden. Die damit verbundenen Treffen erfolgen wahlweise vor Ort oder online.

Ihre Rolle als Mentor*in

 

Als Mentor*in unterstützen Sie Ihre Mentee entsprechend Ihrer persönlichen Stärken und Interessen. Beispielhaft genannt seien:

  • Sprach- und Kommunikationstraining
  • Berufsbezogener Wissens- und Erfahrungsaustausch
  • Vermittlung von Netzwerkkontakten
  • Begleitung im Bewerbungsprozess

Unsere Unterstützung

 

Wir unterstützen Sie durch:

  • Coaching bei der Vorbereitung auf Ihre Rolle als Mentor*in
  • Matching-Veranstaltungen bei der Suche nach einer passenden Mentee
  • Praxisnahe Schulungsangebote bei Weiterbildungsbedarf zu Beginn und im Verlauf des Mentoring
  • Netzwerktreffen zum Erfahrungsaustausch mit anderen Mentor*innen
  • Regelmäßige Fallbesprechungen mit unseren Projektmitarbeiter*innen
  • Kontinuierliche Begleitung zur Klärung von Fragen oder Problemen im Rahmen Ihres Einsatzes als Mentor*in

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

 

Giulia Di Nauta       

Grone Bildungszentren NRW GmbH - gemeinnützig -
Freistuhl 3 | 44137 Dortmund
Telefon: 0231.720083-39
E-Mail: [email protected]

 

Download: Steckbrief für Mentor*innen

 


O-Töne von Mentor*innen des Projekts PerMenti NRW

Tu-Nhi Doan-Boetzkes

"Berufliche Identität ist oft eng mit Erfahrung und Anerkennung verbunden. Wenn beides plötzlich neu bewertet wird, braucht es Menschen, die an einen glauben, zuhören und neue Wege mitdenken. Mentoring schafft dafür einen geschützten Raum – auf Augenhöhe. Ich habe selbst erlebt, wie herausfordernd es ist, in einem neuen Land beruflich wieder Fuß zu fassen – besonders, wenn man sich zuvor bereits etwas aufgebaut hatte. Abschlüsse und Erfahrungen werden in einem neuen Kontext oft anders eingeordnet. Mentoring bedeutet für mich, dabei zu unterstützen, diese neue Perspektive zu verstehen, Vertrauen zu stärken und gemeinsam neue Wege zu entdecken."


Dagmar Ellerkamp-Heidemeyer

"Das ganze Leben ist Bewegung und ein ständiges Ringen um das richtige Gleichgewicht – vor allem für geflüchtete Menschen. Es ist eindrucksvoll, mit welchem Mut und welcher Lernbereitschaft sich die Mentees bei PerMenti den vielfältigen Herausforderungen in ihrer neuen Lebenswelt stellen. Für mich ist es eine Ehre, diese Prozesse zu begleiten und möglicherweise ein Anker für all die mutigen Frauen zu sein, die in schwierigen Zeiten versuchen, ein neues Gleichgewicht zu finden."


Andrea Galle

"Seit Anfang 2024 begleite ich zwei junge Frauen, die zu diesem Zeitpunkt bereits etwa zweieinhalb Jahre in Deutschland lebten. Besonders beeindruckt haben mich ihre Zielstrebigkeit und ihr Engagement, sich beruflich in Deutschland zu integrieren. Beide haben in vergleichsweise kurzer Zeit Deutsch gelernt und können sich mittlerweile weitgehend mühelos verständigen. Ein Erlebnis ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben: Als ich gemeinsam mit Shabana aus Afghanistan ihren Lebenslauf erstellte und sie nach konkreten Zeitangaben fragte, konnte sie diese nicht nennen – in ihrer Heimat gilt ein anderer Kalender. Diese Situation hat mir erneut vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich in die Lage dieser Frauen hineinzuversetzen und zu verstehen, mit welchen Herausforderungen sie täglich konfrontiert sind. Inzwischen absolvieren beide Frauen erfolgreich eine Ausbildung. Ich habe großen Respekt vor dem, was sie bereits erreicht haben – und vor allem vor dem, was sie weiterhin leisten. Neben vielen Einblicken in die Herkunftsländer der beiden habe ich auch persönlich viel gelernt – über Haltung, Disziplin und Durchhaltevermögen."


Thomas Carl

"Alle vier Teilnehmerinnen, die ich begleite, sind für mich besondere Menschen. Ihre Wege berühren mich, und es bereitet mir Freude, die nächsten Schritte mit ihnen zu gehen oder zu beobachten. Wir haben einen schönen Erfolg erzielt; in zwei Fällen gab es auch ambivalente Praxiserfahrungen, eine schwere Erkrankung und in allen Fällen Frauen, die mit erstaunlicher Energie ihren Weg suchen – was mich mit großem Respekt erfüllt. In jedem Fall gibt es Fortschritte auf den Wegen, die sie gehen, und mit jeder Frau begegnet mir eine weitere starke und beeindruckende Persönlichkeit. Diese Erfahrungen empfinde ich als wahre Energielieferanten für mein Weiterkommen in der täglichen Arbeit und sie lehren mich möglicherweise auch, mehr Sensibilität im Umgang mit anderen zu entwickeln."


Sibel Delanli

"Durch die Treffen habe ich viele neue Blickwinkel gewonnen und spannende sowie oft sehr bewegende Geschichten gehört. Das hat meinen eigenen Horizont wirklich erweitert. Besonders beeindruckend finde ich, wie viel Mut und Stärke jede einzelne Frau mitbringt. Aus unseren Gesprächen nehme ich nicht nur Anregungen für mein Ehrenamt mit, sondern auch fürs Leben: Geduld, besseres Zuhören und Vertrauen schenken – das sind Dinge, die mich selbst bereichern."


Barbara Wladarz

"Es ist nicht das erste Mal, dass ich Mentor bin, doch dieses Mal habe ich sehr viel gelernt, vor allem Geduld und die Notwendigkeit, die Gedanken und Bedürfnisse der Mentees im Detail zu verstehen. Es ruft Respekt in mir hervor, zu sehen, welchen Mut und welche Stärke die Frauen aufbringen, um hier ein neues Leben zu beginnen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das so schaffen würde. Es war ganz toll, die Mentee und ihren kleinen Sohn kurz vor Weihnachten das erste Mal persönlich zu treffen. Wir haben dann auch beschlossen, das öfter mal zu tun. Mir war schon klar, dass es nicht einfach ist, in einem anderen Land mit guter Ausbildung Fuß zu fassen. Dennoch war ich erstaunt, wie wenig verständliche, hilfreiche und lösungsorientierte Hilfe es für die Frauen gibt, besonders im Hinblick auf rechtliche Fragestellungen."


Sonja Vennhaus

"Seit über einem Jahr begleite ich nun die wunderbare Ohla aus der Ukraine. Für mich ist es ein großes Glück, denn wir haben eine ähnliche Wellenlänge. Wir lernen zusammen Deutsch und ich auch ein bisschen Ukrainisch. Da meine Vorfahren 1917 aus der Ukraine kamen, können wir uns in den Landkarten umsehen, und neben der ‚Arbeit‘ gibt es auch viel zu erzählen und zu lachen. Sie ist eine so tapfere Frau, die darum kämpft, hier anzukommen, und ihre Verwandten in der Ukraine, die im Krieg nicht verlassen werden dürfen, tröstet und unterstützt. Ich bin richtig froh, sie kennengelernt zu haben und sie ein Stück weit unterstützen zu können."


Frank Schmidt-Kamann

"Ich bin jetzt schon ein paar Jahre im Ruhestand und freue mich, dass Menschen immer noch von meinem Wissen und meinen Kontakten profitieren können. Die Arbeit macht mir Spaß, und ich bin dankbar, dass ich helfen darf. Es heißt zwar „Ehren“amt, aber ich tue es nicht für die Ehre, sondern aus Freude an der Hilfe und daran, dass ich etwas Nützliches tun kann.."


Das Projekt PerMenti NRW wird gefördert vom:

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